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Software bauen oder kaufen:

Vier Fragen, die Sie im Hinterkopf behalten sollten

Softwarelösungen werden immer wichtiger, um sicherzustellen, dass Unternehmen effizient geführt werden und den Kunden einen Mehrwert zu wettbewerbsfähigen Preisen bieten können.

Bei der Entscheidung, welche Arbeitsplatz Technologie für sie am besten geeignet ist, erwägen einige Organisationen, insbesondere solche mit viel innerbetrieblicher Fachkompetenz, die Entwicklung von eigenen Softwarelösungen, welche ihren jeweiligen Anforderungen entsprechen.

Der Aufbau einer selbst konzipierten Lösung kostet mit ziemlicher Sicherheit mehr als der Kauf einer solchen – sowohl kurz- als auch langfristig – aber rechtfertigen andere Faktoren, wie z.B. eine bessere Integration in das Unternehmen, diese Kosten?

Hier sind vier Fragen, die Sie sich vor der Entscheidung stellen sollten.

Hier sind vier Fragen, die Sie sich vor der Entscheidung stellen sollten.

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Wie hoch sind die Anlaufkosten? Vergleichen Sie die Kosten für die Entwicklungszeit mit den Kosten für die Software-Lizenz.

Der größte Kostenfaktor bei der Entwicklung von Software ist die Zeit, welche die Entwickler benötigen, um eine stabile und zuverlässige Lösung aufzusetzen.

Es gibt auch eine weitere Entscheidung, die Sie zu treffen haben. Wollen Sie eine lokale Software oder eine Cloud-basierte App? Ersteres führt auch zu Kosten für den Kauf und die Wartung der notwendigen Hardware, während die Entwicklung einer Cloud App spezifische Fähigkeiten erfordert und verlangt, dass das Unternehmen eine Cloud-Plattform verwendet.

Im Gegensatz dazu sind die Hauptkosten für den Kauf einer bereits auf dem Markt erhältlichen Lösung der Preis für Software-Lizenzen.

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Wie hoch sind die Betriebskosten? Wer wird Support leisten? Wie viel Zeit wird die Verwaltung des Systems in Anspruch nehmen?

Wie viel Zeit wird die Administration nach der Implementierung der Software, ob selbstgebaut oder gekauft, in Anspruch nehmen? Wird es die Hälfte der Zeit einer Person pro Jahr, eine Vollzeitstelle oder vielleicht sogar ein kleines Team in Anspruch nehmen?

Eine Möglichkeit, sich eine Vorstellung von den Betriebskosten bestehender Marktlösungen zu machen, besteht darin, mit anderen Unternehmen zu sprechen, die das System bereits nutzen, und einfach zu fragen, wie viel Aufwand es benötigt, um es zu betreiben.

Ein paar weitere Dinge sind zu berücksichtigen:

  • Werden die Nutzer des Systems technische Unterstützung benötigen?
  • Wird eine erfolgreiche Implementierung der neuen Software Schulungen, Veränderungsmanagement oder Anpassungsinitiativen erfordern? Wie viel wird dies kosten?
  • Wie steht es mit der Erweiterung und Verbesserung der Software, der Entwicklung neuer Funktionen und der Anpassung alter Funktionen aus? Wer wird das übernehmen, und wie viel Zeit wird die Entwicklung in Anspruch nehmen?

Beim Kauf von Software, die von einem Anbieter geliefert wird, ist es wichtig, zu klären, welche Art von Kundensupport möglich ist. Bei der Entwicklung einer eigenen Lösung ist es wichtig, diese wichtige Funktion in die Kostenberechnung einzubeziehen.

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass ein Software-Anbieter in der Regel Kundensupport anbietet. Für ein selbst entwickeltes System muss dieser bereitgestellt werden. Wird das Entwicklungsteam, das die Software gebaut hat, für den Anwender-Support zur Verfügung stehen? Wie viel wird das kosten?

Es können zusätzliche Kosten anfallen, die bei dem Aufsetzen eines selbst entwickelten Systems zu berücksichtigen sind; Opportunitätskosten zum Beispiel. Wenn Sie Software-Entwickler, die in Ihrem Kerngeschäftsbereich arbeiten, in die Entwicklung, Verbesserung und Wartung von Software für das Unternehmen einbinden, bedeutet das, dass sie in dieser Zeit keine anderen Aufgaben erledigen können. Und wenn dies dreimal so lange dauert wie der Kauf einer Lösung, wie wirkt sich diese Verzögerung dann auf die Unternehmensleistung aus?

3
Was sind die geschäftlichen Anforderungen? Wie gut wird die neue Software diese erfüllen?

Die Neubeschaffung von Software, sei es durch Kauf oder Entwicklung, erfordert eine gründliche Auseinandersetzung mit den bestehenden Anforderungen. Es ist ratsam, diese mit bereits vorhandenen Lösungen zu vergleichen, da, wie wir gesehen haben, eine bereits existierende Lösung in der Regel kostengünstiger ist.

Ein Grund für die Entscheidung, eigene Systeme zu entwickeln, kann darin bestehen, dass Führungskräfte zu dem Schluss kommen, dass es nichts gibt, was ihren Anforderungen entspricht. Das kann daran liegen, dass sich deren Betriebsabläufe sehr von denen anderer ähnlicher Unternehmen unterscheiden.

Eine Frage, die man sich dann stellen sollte, ist, warum die Prozesse so unterschiedlich sind. Eine gute Antwort wäre, dass eine solche Arbeitsweise einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil schafft. Aber manchmal sind die besonderen Prozesse einzelner Unternehmen über viele Jahre hinweg gewachsen, auch als Konsequenz der Einschränkungen bestehender Technologien.

Beobachten Sie, wie erfolgreiche Unternehmen im gleichen Sektor arbeiten. Konzentrieren Sie sich nicht auf die vorhandenen Anforderungen der verschiedenen Funktionsbereiche innerhalb Ihres Unternehmens, sondern auf die Ergebnisse, die Sie vorantreiben wollen.

  • Wenn das Unternehmen derzeit ganz anders agiert als andere ähnliche Unternehmen, überlegen Sie, was die Kosten für diese Arbeitsweise sind.
  • Sind diese gerechtfertigt?
  • Wird die Weiterführung dieses Vorgehens zusätzlichen Verwaltungsaufwand verursachen?
  • Könnte die Einführung neuer Software eine Gelegenheit sein, die derzeitige Arbeitsweise des Unternehmens zu überholen und zu verbessern?
4
Wie "zukunftssicher" wird die Lösung sein? Wie gut wird sie sich in andere Software integrieren lassen, welche das Unternehmen jetzt und in zwei oder zehn Jahren benutzt?

Einige Unternehmen wollen ihre eigene Lösung entwickeln, weil sie diese kontrollieren wollen – sie wollen entscheiden, welche Verbesserungen eingeführt werden und wann. Sie wollen diese gezielt in die bereits genutzten Anwendungen und Lösungen des Unternehmens integrieren.

Aber eine Sache, die man bedenken sollte, ist, dass in einer sich schnell verändernden Geschäftswelt Flexibilität wichtig ist. In zwei Jahren könnten Sie sich schließlich dazu entscheiden, eines der von Ihnen verwendeten Systeme zu verändern. Sind die neuen technologischen Lösungen, die Sie einsetzen, flexibel? Glauben Sie, dass diese mit Ihrem Unternehmen mitwachsen können?

Technologische Lösungen, die sich reibungslos in eine breite Palette anderer Anwendungen integrieren lassen, werden es dem Unternehmen erleichtern, sich an wechselnde Bedingungen anzupassen.

Die Entwicklung einer eigenen Lösung ermöglicht es dem Unternehmen, die vollständige Kontrolle über das zu behalten, was kurzfristig aufgebaut wird. Langfristig könnte dies jedoch weniger zutreffend sein. Wenn etwa die Entwickler, welche das System aufgebaut haben, das Unternehmen verlassen haben, kann es unter Umständen schwierig sein dieses zu verbessern und weiterzuentwickeln. Die unternehmensgebundene Lösung, welche bei der Entwicklung noch ideal schien, könnte schon zwei Jahre später limitierend und unflexibel sein.

Der Kauf einer Lösung einer etablierten Software-Firma, die ein langfristiges Entwicklungsprogramm hat, bedeutet sicherlich, dass das Unternehmen nicht die alleinige Kontrolle hat. Allerdings arbeiten Technologieunternehmen heute eng mit ihren Kunden zusammen.Sie bauen Kundengruppen auf. Diese Kunden beeinflussen die zukünftige Ausrichtung des Produkts, sie geben Referenzen und Bewertungen ab, sie nehmen an Kundentagungen teil und fragen nach Produktverbesserungen, die ihre Anforderungen erfüllen. Die Wahl eines Softwareanbieters, der eine langfristige Lösung anbietet, könnte den beste Grundstein für eine zukunftssichere Lösung legen.

Fazit

Seit dem Einzug der Cloud Anwendungen ist die Entwicklung eigener Software viel seltener geworden. Nur wenige Unternehmen ziehen dies heute noch in Betracht. Dies sind in der Regel auch eher jene mit einer ingenieurwissenschaftlichen Ausrichtung und umfassendem technologischem Know-how. Doch selbst für diese Unternehmen ist es kaum praktikabel, eine eigene Lösung zu entwickeln. Es gibt heute eine breite Palette von Softwareanwendungen auf dem Markt. Diese lassen sich in der Regel gut ineinander integrieren und bieten die Möglichkeit, die besten Produkte auszuwählen und zu kombinieren, wobei die einzelnen Anwendungen mit der Entwicklung und dem Wachstum des Unternehmens angepasst werden können. Darüber hinaus ist es fast immer teurer, die wertvolle Zeit der Entwickler für die Entwicklung von Workforce-Management-Anwendungen für das eigene Unternehmen zu verlieren.

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